Audienz beim Papst – Udienza Pontificia speciale 6/3/2010

An der Audienz nehmen ca. 7000 freiwillige Helfer aus ganz Italien teil.
Der Papst bedankt sich bei den freiwilligen Helfern für den wertvollen Dienst, der in der Nachbarschaftshilfe, auf nationaler und internationalen Ebene geleistet wird.
Besonders wird der Einsatz beim Erdbeben in den Abruzzen in Erinnerung gerufen.
Unser Zusammenleben erfordert immer wieder Solidarität.
Not, Einsamkeit und Schicksalschläge wird es immer wieder geben.
Mitfühlend handeln, organisieren und helfen sind Teil des sozialen Netzwerkes.
Der gesellschaftliche Fortschritt wird vom altruistischen Einsatz geprägt.
Jeder Mensch ist täglich gefordert, seinen persönlichen Egoismus zu überwinden und für seine Mitmenschen Gutes zu tun.
Auch das Evangelium spreche über den ehrenamtlichen Dienst, so Benedikt.
„Dort heißt es, dass man nicht einfach jemand anderen mit Nächstenliebe beauftragen kann. Der Staat und die Politik, die für den Wohlfahrtsdienst sorgen, können die Nächstenliebe nicht ersetzen. Das habe ich auch in der Enzyklika „Caritas in veritate“ geschrieben. Die Nächstenliebe verlangt immer einen persönlichen und freiwilligen Einsatz. Deshalb sind diejenige, die ehreamtlich tätig sind, keine Lückenbüßer im sozialen Netz, sondern Menschen, die dazu beitragen, dass das menschliche und christliche Gesicht einer Gesellschaft zum Vorschein kommt.“

Der ehrenamtliche Dienst des Zivilschutzes beschränkt sich nicht auf den Schutz der Menschen und deren Würde, fügte der Papst an.
„Sie tragen dazu bei, dass das Gemeinwohl verbessert wird, was das Ziel des menschlichen Zusammenlebens ist. Das macht der Zivilschutz insbesondere in schwierigen Augenblicken. Solche Momente bieten eine Gelegenheit, das Urteilsvermögen zu prüfen. Damit kann man eine neue Ausrichtung in der Gesellschaft erarbeiten, die sich dann stärker auf die Tugenden und das Gemeinwohl richtet.“

Teilnehmer von Mals auf dem Petersplatz:
Weger Luis, Egger Alfons, Schöpf Heinrich, Laganda Simon, Moriggl Fritz vertreten die Feuerwehr Mals.
Moriggl, Ulrich, Frank Leo und Moriggl Heinrich vertreten die Bergrettung.

Der Blick von der Kuppel des Domes auf den Petersplatz
Mit Bussen sind die meisten freiwilligen Helfer angereist.
100 Teilnehmer kommen von der Provinz Bozen.

Marinesoldaten und Männer der Bergrettung vor dem Enlass in den Audienzsaal.
Papst: „Ehrenamt ersetzt Staat nicht“
Ohne ehrenamtlichen Dienst kann eine Gesellschaft nicht lange überleben.
“Nächstenliebe verlangt Einsatz”
Mit dieser Botschaft kehren wir von der Papstreise zurück.
