Projekt Titijoni und Umgebung 2010

Der Verein „Soalschoft“ hat unter der Leitung von Roman Burgo bereits 2003 begonnen, Entwicklungsprojekte in der Gegend von Titijoni im Hochland von Bolivien in die Wege zu leiten. Inzwischen konnte dort das „Centro Infantil“ von Titijoni eingeweiht werden, das einen Kindergarten, eine Volksschule, eine kleine Mensa für die Ausspeisung, eine kleine Wohnung für den Lehrer und Arbeitsräume für die Frauen beherbergt. 2008 konnte sich eine Gruppe von Bergsteigern davon überzeugen, dass das „Centro infantil“ wirklich eine kleine „Insel“ und Herberge für das Dorf Titijoni geworden ist. Viele „Paten“, Gönner und Spender ermöglichen es, dass die regelmäßige Finanzierung unseres Entwicklungs- und Erziehungsprojektes gesichert ist.
Auch die Südtiroler Landesregierung hat mit einem großzügigen Beitrag bereits beim ersten Projekt geholfen. 2008 haben wir gesehen, dass es noch viel zu tun gäbe: die Errichtung von geschlossenen Feuerstellen in den Häusern von Titijoni etwa. Bisher sind diese Herdstellen offen, der Rauch steht im Raum und die Frauen haben sehr oft Probleme mit der Netzhaut ihrer Augen. Das kann durch eine geschlossene Herstelle mit Kaminrohr wesentlich verbessert werden: 120 solcher „cucine malena“ sind im neuen Projekt vorgesehen.
Da das „Centro infantil“, das eigentlich ein Dorfzentrum geworden ist, in Titijoni gut eingeführt wurde, sollen nun mit einem neuen, inzwischen von der Südtiroler Landesregierung auch großzügig finanzierten Projekt, auch in den Orten Chuani und Sunkallo, die im Umfeld von Titijoni liegen, solche Zentren eingerichtet werden: dort können sich die Kinder in geschütztem Raum aufhalten, lernen und Schule gehen, erhalten eine ausgewogene Ernährung, während die Frauen in Tätigkeiten wie etwa Nähe, Gemüseanbau oder allgemeiner Gesundheit eingeführt werden. Gut ausgebildete Leute – animatores – von außen kommen in die Dörfer. Der Lehrer selbst wohnt dort.
Aber auch junge Studenten sind in die Projekte mit eingebunden: sie studieren in der viele hundert Kilometer entfernten Hauptstadt La Paz – diese ist auf über 4.000 Metern über dem Meer gelegen – und bringen in einem Sozialprojekt die Kinderrechte und deren Anwendung, die sie an der Hochschule in La Paz lernen in ihre jeweiligen Dörfer mit und arbeiten dort mit den Frauengruppen und den Schulen zusammen. Vielfach verbreitet ist harte Kinderarbeit auf den steilen Feldern. Da bleibt oft keine Zeit mehr für die Schule oder die Gemeinschaft.
Inzwischen ist auch die Bolivianische Regierung unter ihrem „indigenen“ Präsidenten Evo Morales dazu übergegangen, die ländlichen Dörfer im Hochland mit rudimentären Straßen und Strom zu versorgen. Wir wollen unseren bescheidenen Beitrag leisten, dass die Menschen im Hochland Boliviens langsam aber zielstrebig an eine gesicherte Grundversorgung, an die Möglichkeit der Bildung und an eine menschenwürdige Entwicklung herangeführt werden. Wir haben gesehen, dass sie unterwegs sind und wollen uns deshalb auch weiterhin für sie einsetzen.
Mit dem neuen Projekt der Soalschoft – von Roman Burgo iniziiert und eingebracht – können die oben beschriebenen Dinge unterstützt werden. Die Südtiroler Landesregierung gibt einen Beitrag von 70% dafür – den Rest wird wieder die Soalschoft aufbringen; und wieder mit der Hilfe von vielen Gönnern und Unterstütztern. Dankeschön dafür!
Helmut Pinggera für die Soalschoft
So kannst du helfen:
- Durch die „Adoption“ eines Schulkindes. Diese ist aber nicht persönlich, denn da kommt es erfahrungsgemäß zu Spannungen unter den Kindern und in der Gemeinschaft, sondern als Global zu sehen, wodurch dann die angemessene Ausspeisung und die Versorgung mit Schulmaterial gewährleistet wird.
Monatsbeitrag 25 Euro mittels Dauerauftrag auf das Konto Nr. 000401412230 der Raika Obervinschgau Fil. Burgeis IBAN: IT 05 X 08066 58540 000401412230 SWIFT-BIC: RZSBIT21324 lautend auf „Spenden Bolivien“.
- Durch eine einmalige Spende auf das oben angeführte Konto.
- Durch freiwillige Arbeit als Animateur/in, als Mithelfer/in bei Aufbauarbeiten, als Erzieher/in, usw. Geboten werden Unterkunft und Verpflegung.
Unser Projekt wird in Bolivien von Ruth Volgger koordiniert, eine Südtirolerin, die in La Paz als Entwicklungshelferin tätig ist.
Weitere Infos:
Heinrich Moriggl, Mals
Tel. 3475904670 – E-Mail
Oder direkt in Bolivien bei:
Ruth Volgger
Ricerca e Cooperazione
Av. Jaimes Freyre 2957
Casilla 2574
La Paz – Bolivia
E-Mail: ricerca(at.)entelnet.bo
Tel +591-02-2414652