Obervinschgau – Die Vertreibung aus dem Paradies?

Die Sage berichtet:
Es war einmal ein gewaltiger Urwald, der  einst die ausgedehnte Malser Haide bedeckte. Bis auf den heutigen Tag blieb der Jäger verschollen, der einen einmaligen Elch in Richtung St. Valentin verfolgte.

Noch vor einigen Jahrzehnten prägten die Kornäcker das Landschaftsbild auf den Multen.


Das Ziel: Ein Miteinander – Menschen, Tiere, Pflanzen

Der „Vinschger Flecklteppich“ verändert im Laufe der Zeit sein Aussehen.
Der sumpfige Talboden wurde trocken gelegt. Die Muren eingeebnet. Fruchtbare Äcker,  Wiesen und das Weideland ermöglichten die Bewirtschaftung der Talsohle. Mit der künstlichen Bewässerung und mit der Frostberegnung drangen die Obstanlagen in höhere Lagen vor.

Kann sich aus der bisherigen Vielfalt  eine neue Vielfalt entwickeln?
Veränderungen stören das harmonische Zusammenleben.

Sind dies Wunschvorstellungen? Schafe, Kühe, Äpfel, Gemüse, … nebeneinander?
Verschiedene Kulturformen nebeneinander – ist dies möglich?

„Der Mensch lebt nicht von Brot allein.“
Stehen der finanzielle Gewinn, der hohe Ertrag des Einzelnen im Vordergrund, oder das Gemeinwohl?

Wie kann der Bauer leben und überleben?

Der Wunsch des Bauern besteht darin, Zeit zu haben, den eigenen Hof zu bewirtschaften.
Eine bodenständige Landwirtschaft zu betreiben – frei zu sein.
Der Bergbauer ist Getriebener. Ohne Nebenerwerb gibt es kaum Überlebenschancen.
Die Klage lautet: Mit dem Einkommen ist kein Auskommen.

Der intensive Obstbau verändert das Landschaftsbild.
Betonsäulen, Hagelnetze und  Plastikfolien werden das Landschaftsbild prägen.

„Akupunktur“ der Landschaft

… und was bringen die Sagen zum Ausdruck?
Der feurige Marcher

Auf den Multenwiesen, die sich auf der Malser Haide weithin ausdehnen, ist es unheimlich, denn Geister und sonstige Spukgestalten halten sich dort auf. Besonders gehen dort nachts feurige Marcher um, Bauern, die bei Lebzeiten Grenzsteine verrückt haben. Ein Mann ging spät abends heim von Mals nach Ulten. Müde, wie er war, setzte er sich unterwegs nieder und schlief bald darauf ein. Da weckte ihn eine klägliche Stimme; er sah einen feurigen Mann, der etwas Schweres trug, hin und her laufen. Der Arme schrie jämmerlich: „Wo soll ich den Stein hinstellen? Wo soll ich ihn hinstellen? Wo-wo wohin?“
Der übelgelaunte Bauer rief unwillig: „Dummkopf, stell ihn hin, wo du ihn hergenommen hast!“ Da schleppte der Geist folgsam den Stein ein Stück weiter, stellte ihn auf seinen alten Platz und verschwand, denn er war erlöst.

Die Bürgerinitiative

Paradies Obervinschgau
Adam&Epfl


bemüht sich um eine breitgefächerte Diskussion.

Veranstalter:
Bürgerinitiative Adam & Epfl
Kontakt: Alexander Agethle
39024 Mals, Schleis 8

Tel.: +39 335 297567 / adam.und.epfl@ortler.com

www.adam.und.epfl.am.ortler.com




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