vinschgauwärts Neu

 

Vier herrliche Tage trekken wir vinschgauwärts über Jöcher und Übergänge, die seit alters für den Waren- und Kulturaustausch sorgen und als Pilgerpfade dienen.

„Bleib nicht auf ebenem Feld!  Steig nicht zu hoch hinaus! Am schönsten sieht die Welt von halber Höhe aus.”
Friedrich Nietsche

Donnerstag, 06. September 2012    bis     Sonntag, 09. September 2012
Schwierigkeitsgrad 3      anspruchsvoll
Gehzeiten von 4 – 6 Stunden – Trittsicherheit und Schwindelfreiheit

Wanderführer: Heinrich Moriggl

Anmeldung: info@vaievia.com

Tag 1: St. Martin – Penauder Alm 2 322 m
800 Hm  Aufstieg und 400 Hm Abstieg   8,50 km   Gehzeit  4 h
Treffpunkt: Talstation der Seilbahn St. Martin in Latsch – 10 Minuten vom Bahnhof in Latsch
Mit der Seilbahn fahren wir nach St. Martin im Kofel.  Der Aufstieg zum Niederjöchl 2 735 m. ermöglicht einen wunderbaren Blick auf den Vinschgau und zu den Eisgipfeln der Ortlergruppe. Überreste eines Waals, einer ehemaligen Bewässerungsanlage, weisen auf den Wasermangel am Sonnenberg hin.  Durch das Penaudtal ziehen betende Gläubige, um eine gute Ernte zu erflehen; die Bittprozession führt von St. Martin am Kofel über das 2662 m hohe Niederjöchl und durch das Penaudtal hinunter nach Unser Frau in Schnals; und am nächsten Tag geht es wieder betend zurück. In der renovierten, schön gelegenen Penauder Alm übernachten wir.

Tag 2: Penauder Höhenweg – Marchegghof
900 Hm  Aufstieg und 1 400 Hm Abstieg   12,00 km    Gehzeit  6 h
Auf dem Penauder Höhenweg gelangen wir über die Lafetz Alm in den Wallfahrtsort Unser Frau.  Auf einem Felsen ragt die Wallfahrtskirche Unser Frau. Die Verehrung der hier laut der Sage von Pilgern aufgefundenen kleinen Marienstatue geht auf das Jahr 1304 zurück und ist einer der ältesten Marienwallfahrtsorte Tirols. Nicht weit von der Kirche entfernt liegt der ArcheoParc Schnals  mit direktem Blickkontakt zu der Fundstelle des”Mannes aus dem Eis – Ötzi”. Der Fund der Mumie 1991 brachte völlig neue Erkenntnisse für die Wissenschaft über das Leben in der Jungsteinzeit.  Beim Leiterkirchlein am Vernagtsee erfahren wir über das Schicksal der untergegangenen Höfe. Am Machegghof übernachten wir und erleben bäuerliches Flair.

 Tag 3: Kurzras– Oberettes Hütte
1 100 Hm  Aufstieg und  500 Hm Abstieg  10,00 km   Gehzeit  5 h
Von Kurzras steigen wir zum Bildstöckljoch. Schon der Jäger und Sammler der Steinzeit sowie der Pilger des Mittelalters verwendeten diesen Übergang, der über das Bildstöckljoch ins Matschertal führt. Die Seenplatte mit den Saldurseen befindet sich am Fuße der zackigen, steilen und vergletscherten Saldurberge. Sieben Hochgebirgsseen von seltener Schönheit schmücken eine grandiose Bergkulisse. Das Plateau hat fast ein tibetisches Flair und die eindrucksvolle, mystische Stille der alpinen Abgeschiedenheit hinterlässt tiefgreifende, unvergessliche Spuren.
In der Oberetteshütte  gestalten wir einen stimmungsvollen Hüttenabend.

Tag 4: Sonnenaufgang – Spaiksee
300 Hm  Aufstieg und 1 200 Hm Abstieg 9,0 km   Gehzeit  3,5 h
Von der Oberetteshütte steigen wir im Morgengrauen zum  Spaiksee.  Die Sternbilder werden unsere Phantasie beflügeln, bevor der größte Stern, die Sonne am fernen Horizont erscheint. Wir lassen uns vom Licht durchfluten und freuen uns auf den neuen Tag. Nach dem Frühstück auf der Oberetteshütte steigen wir in das Matschertal ab und lassen uns bis zum Bahnhof nach Mals bringen.