Vinschger Höhenweg

Auf der Vinschger Sonnenseite unterwegs
Von der Etschquelle bis zum Schloss Juval


Etschquelle Reschen

1. Tag  -  Start: Etschquelle/Reschen    Ziel: Planeil/Mals
Gehzeit: ca. 6 h   Tourenlänge: ca. 19,6 km
Aufstieg: ca. 200 m     Abstieg: ca. 100 m

Zurück zur Quelle, zurück zu den Wurzeln
Was ist unser Lebensweg?
Wir werden geboren und kehren zurück.
Auf dem Weg von der Etschquelle über die Malser Haide erleben wir eine wechselvolle Geschichte. Dörfer werden für die Energiegewinnung geopfert. Die Eiszeiten haben eine besondere Landschaft geformt. Die Malser Haide, der größte Murkegel Europas verändert ihr Aussehen.

Dorf Planeil

2. Tag  -  Planeil/Mals – Glieshof/Matsch-Mals
Start: Planeil     Ziel: Glieshof/Matsch
Gehzeit: ca. 6 h     Tourenlänge: ca. 21,1 km
Aufstieg: ca. 1000 m     Abstieg: ca. 500 m

Planeil, ein Haufendorf  der vielen Rätsel. Die Begegnung mit Menschen gibt Einblick ins Dorfleben.
Die Spitzigen Lun, der Hausberg von Mals  bietet einen  großartigen Rundblick über den Oberen Vinschgau. Im Süden leuchten der mächtige Ortler. Wie ein treuer Freund wird er  uns begleiten.

Spitzige Lun mit Ortler

Das Dorf Matsch

3. Tag  -  Glieshof/Matsch – Paflur/Laas
Start: Glieshof/Matsch    Ziel: Paflur/Laas
Gehzeit: ca. 7 h  Tourenlänge: ca. 21,9 km
Aufstieg: ca. 300 m    Abstieg: ca. 600 m

Die Vögte von Matsch verlassen den Burghügel von Ober- und Untermatsch und übersiedeln in die Churburg.
Der Wanderweg führt uns an den Hofstellen Glieshöfe, Hahnenhof, Gschneirhöfe, Obertels, Unterfrinig, Oberfrinig vorbei. Die Bergbauern ertragen die Härte und Kargheit und kämpfen um das Überleben.


Waalwege

4. Tag  -  Paflur/Laas  – St. Martin im Kofel/Latsch
Start: Paflur (Gasthof) in Tanas/Laas    Ziel: Bergstation St. Martin im Kofel/Latsch
Gehzeit: ca. 8 h    Tourenlänge: ca. 24,9 km
Aufstieg: ca. 1.156 m   Abstieg: ca. 1.339 m

Die Tour führt vorbei an den  Hofstellen: Paflur, Troghöfe, Rimpfhöfe, Greit, Tappein, Laggar, Vorra, Egghöfe
Der Sonnenberg trägt den Namen von den wärmenden Strahlen der Sonne. Er weist eine großartige Steppenvegetation auf. Der ausgetrocknete, humusarme Boden bietet kaum Nahrung für eine normale Vegetation, wie sie in diesen Breitengraden sonst üblich ist. Bodentemperaturen von bis zu 70 Grad im Sommer, strenger Frost im Winter und wegen der exponierten Südlage keine schützende Schneedecke im Winter stellen die Pflanzen und Sträucher auf eine harte Probe.   Der Sonnenberg wird auch als Berg des Lichtes bezeichnet. Oberflächlich betrachtet wirkt er herb, abweisend und  trostlos.
Er ist geprägt vom Klima und von einer besonderen Siedlungsgeschichte. Die ersten Siedlungen finden wir am Sonnenberg. Um die Weidewirtschaft zu fördern wurde mit Feuer und Axt gerodet und die Überbeweidung führte zur Erosion. Erst die Urbarmachung des Talbodens hat die wirtschaftliche Bedeutung des Sonnenberges verändert. Ohne die Beweidung durch Schafe und Ziegen nimmt die Verbuschung zu.

Vertucknt, verdurrt, verbrunnen, … Maridl Innerhofer

5. Tag  -  St. Martin im Kofel/Latsch  – Schloss Juval
Start: Bergstation St. Martin im Kofel/Latsch  Ziel: Schloss Juval/Juval bei Kastelbell-Tschars
Gehzeit: ca. 6 h   Tourenlänge: ca.12,7 km
Aufstieg: ca. 1.458 m   Abstieg: ca. 272 m

St. Martin im Kofel einer der meistbesuchten Wallfahrtsorte Tirols. Mit dem Bittgang sollen Unwetter und andere Naturkatastrophen von den Höfen fern gehalten werden.
Der Weg führt über die Höfe Platzair, Greit, Niedermoarhof, alter Trumsbergweg, Schnalser Waalweg. Das Schloss Juval von Reinhold Messner ist dem Mythos Berg gewidmet. Ötzi, der Mann aus dem Eis soll nach neueren Erkenntnissen in der Gegend unterwegs gewesen sein. Seine Geschichte berührt uns besonders und hilft uns die Vergangenheit  verstehen. Die Begegnung mit dem Berg und mit den Menschen ist letztlich eine Begegnung mit sich selbst.

St. Marin im Kofel

Juval – das Refugium von Reinhold Messner

Museum Juval – Kailasch – der Heilige Berg
Auch unsere Berge sind “heilig”, wenn wir im Sinne von “Berg Heil” unterwegs sind.

“Wer hinaufsteigt, kommt als ein Anderer zurück.”
Reinhold Messner
Wunderschöne Aussichten, Eindrücke und Gespräche  runden das vielfältige Programm ab.

Das Licht des Sonnenberges wirkt in uns.